Schrifttexte: Mk 12,28b-34 - Mt 5,1-12a - Joh 14,1-6
„Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. … Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten.“
(Jesus beim Abschied von seinen Jüngern in: Joh 14,2)
In Süddeutschland und vor allem in Österreich gibt es den schönen Brauch, in diesen Tagen den „Allerheiligenstriezel“ zu backen, zu verschenken und natürlich miteinander zu essen. Die geflochtene Form wollte ursprünglich an die Haartracht erinnern, die man in Zeiten der Trauer abgeschnitten oder zumindest verborgen hat. Vielmehr als das, sind aber das Verschenken, das Aneinanderdenken und das gemeinsame Essen wirksame Hilfen gegen das Dunkel und gegen die Traurigkeit. Wenn es schon mitten im Leben beginnt und immer wieder begangen wird, dann wird es tatsächlich auch über den Tod hinausreichen und uns bis zum Wiedersehen im Haus des Vaters verbinden. Ich entdecke in diesem Brauch ein Zeichen der Liebe. Weil Gott uns so sehr geliebt hat, dürfen auch wir einander lieben und diese Liebe weiterschenken.
Einen schönen Sonntag wünscht
Vikar Thomas Wollbeck
Siehe im Gotteslob: 880 Herr, sei gelobt ...