Impuls zum 15. Sonntag im Jahreskreis - A - 16.07.2023
Schrifttexte: Jes 55,10-11 - Röm 8,18-23 - Mt 13,1-23
„Ein (vierter) Teil aber fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.“ (Jesus über seine Effektivität in Mt 13,8)
Es ist Erntezeit. Die Mähdrescher laufen auf Hochtouren. Auch die Landwirtschaft haben wir zur optimalen Funktionalität gebracht. Computergesteuert wurden Saatgut, Spritz- und Düngemittel so verteilt, dass die Ergebnisse in etwa dem entsprechen, was Jesus damals verheißen hat. Allerdings hat es bei ihm ja nur bei einem Viertel wirklich gut geklappt. Drei Viertel der Saat sind vorher schon eingegangen. Wir könnten das verstehen als einen warnenden Zeigefinger: Bemüht euch mit allen Kräften, dass der Samen im Acker eures Lebens auf guten Boden fällt und Frucht bringt. Jetzt entdecke ich aber auch bei mir so manche steinigen Stellen. Ich finde auch bei mir Sorgen, Ängste und Ablenkungen, die meine Saat ersticken und wegfressen. Ich glaube, Jesus möchte keinen moralischen Appell verkünden, sondern die Großzügigkeit des Sämanns bewundern. Ihm geht es nicht um Funktionalität, sondern um Leben. Er sät seine Saat überall hin und wenn wenigstens ein Viertel davon Frucht bringt, wiegt es alles andere auf.
Einen schönen Sonntag wünscht Vikar Thomas Wollbeck
Siehe auch GL 464_Gott liebt diese Welt