Impuls zum 27. Sonntag i. JK. - A - 08.10.2023
Schrifttexte: Jes 5,1-7 - Phil 4,6-9 - Mt 21,33-42.44.43
„Ja, der Weinberg des Herrn der Heere ist das Haus Israel, … die Reben, die er zu seiner Freude gepflanzt hat.“ (Jesaja über die Beziehung Gottes zu seinem Volk in Jes 5,7)
Ein richtiges Liebeslied sollte es werden. In wunderbarer Sprache vergleicht der Prophet Jesaja die Sorge Gottes für sein Volk mit der liebevollen Hingabe eines Winzers für sein Arbeiten im Weinberg. Am Ende aber bleibt doch ein enttäuschendes Ergebnis, denn die Weinstöcke brachten ihm nur saure Beeren. Vielleicht kennen wir diese Erfahrung von „vergeblicher Liebesmüh“ auch aus anderen Bereichen unseres Lebens. Manches scheint trotz bester Voraussetzungen und viel persönlichem Einsatz nicht gelingen zu wollen. Während bei Jesaja der Winzer schließlich resigniert aufgibt, lässt er sich in der Version, die Jesus erzählt, bis zum Ende nicht entmutigen. Bei ihm ist Gottes Geduld mit uns tatsächlich grenzenlos und selbst die schlimmsten Verwerfungen einer kriegerischen Geschichte lässt er zum Grundstein eines neuen Anfangs werden. Das macht mir Hoffnung, dass es bei Gott eine „vergebliche Liebesmüh“ nicht wirklich gibt.
Einen schönen Sonntag wünscht Vikar Thomas Wollbeck
Siehe auch GL 764 (Wü)_Korn, das in die Erde ...