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Schrifttexte: Neh 8,2-10 - 1 Kor 12,12-31a - Lk 1,1-4.4,14-21

Photo: wikimedia commons

„Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.“

(Jesus über ein Jesajazitat, das ein Gnadenjahr Gottes verheißt in Lk 4,21)


Antrittsreden haben oft den Charakter schöner Träume. So ähnlich wie Martin Luther King Jr., als er 1963 in Washington formulierte: „I have a Dream! - Ich habe einen Traum!“
Die Realität zeigt uns immer wieder, dass solche Träume schwere Rückschläge erleiden, wie 2020 beim Tod von George Floyd. Trotzdem hätten die Vereinigten Staaten ohne diesen mutigen Traum vermutlich noch keinen farbigen Präsidenten erlebt. In seiner Heimatstadt Nazaret hat auch Jesus einmal eine Antrittsrede gehalten. Das meiste davon hat ein Ghost-Writer geschrieben, der Prophet Jesaja. Er träumte davon, dass einer, erfüllt von heiligem Geist, „den Armen eine frohe Botschaft bringe, den Gefangenen Entlassung, den Blinden das Augenlicht und den Zerschlagenen Freiheit.“ Einen einzigen Satz formuliert Jesus selbst: „Heute hat es sich erfüllt!“ Da ist einer da, der macht das zu seinem eigenen Lebenstraum. Da ist einer da, der wird alles tun, dass es Wirklichkeit
wird.

Dass immer wieder solche da sind, heute, das wünscht uns allen
Vikar Thomas Wollbeck

Siehe auch im Gotteslob: 481_Sonne der Gerechtigkeit ...

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