Impuls zum 25. Sonntag im Jahreskreis C - 18.09.2022
Schrifttexte: Am 8,4-7 - 1 Tim 2,1-8 - Lk 16,1-13
„Leben in gelingenden Beziehungen - Grundlinien einer erneuerten Sexualethik“ so die Vorlage des Grundtextes für die Sitzung der vierten Synodalversammlung in Frankfurt vom 8. bis 10. September diesen Jahres. Voller Erwartung und Hoffnung stellten die beiden Vorsitzenden des Forums, das diesen Text in vielen Diskussionen, Hearings und mit vielen Rückmeldungen entwickelt hat, der Synodalversammlung zur zweiten Lesung vor (siehe Bild) - und das Unerwartete geschah: Obwohl eine große Mehrheit nach langer Diskussion der Vorlage die Zustimmung gab, scheiterte der Text an der notwendigen Zweidrittel-mehrheit der anwesenden Bischöfe - große Enttäuschung, Frust, Tränen, Trauer waren zu spüren. Wir waren alle in einer Sackgasse.
Im Evangelium erzählt Jesus von einem Verwalter, der das Vermögen seines Herrn verschleudert und deswegen kurz vor der Entlassung steht. In seiner „Sackgasse“ sucht er eine Lösung und findet sie.
Diese Klugheit lobt Jesus: „Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit
ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes.“
Lösungen suchen, gerade da, wo wir uns in einer Sackgasse befinden - in der Kirche, in der Gesellschaft, im privaten Leben. Dazu ermutigte auf der Synodalversammlung der Bischof von Antwerpen als Beobachter: „Wir haben nur einander - Bischöfe und Volk Gottes - um uns zu lieben, uns zu umarmen, uns zu verstehen und füreinander zu sorgen in guten wie in schlechten Tagen.“ Lösungen suchen in einem Miteinander, das vom Füreinander geprägt ist - ob darin nicht die Chance liegt, Wege aus den jeweiligen Sackgassen zu finden? Und dabei klug zu handeln?
„Schaue die Zertrennung an….sammle….alles, was sich hat verirrt - Erbarm dich, Herr!“ GL 481, 3
Albin Krämer