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Impuls zum 13. Sonntag im Jahreskreis C - 26.06.2022
Schrifttexte: 1 Kön 19,16b.19-21 - Gal 5,1.13-18 - Lk 9,51-62

2022 6 26 Bild Impuls

Sie gehört zum Weltkulturerbe: die Zeche Zollverein im Ruhrgebiet. Sie steht für den Wandel, der sich im Ruhrgebiet in den letzten
Jahrzehnten vollzogen hat. Altes ist weggebrochen, die Zeit des Bergbaus war plötzlich vorbei. Abschied mussten die Menschen
nehmen von vielen vertrauten Bildern und Gewohnheiten. Das tat weh. Hilft es, den „Kopf in den Sand zu stecken“? Die sich
verändernde Wirklichkeit nicht wahr haben zu wollen? Zu hoffen, dass alles wieder wie früher wird?
Wer kennt diese Gefühle nicht - wenn Veränderungen anstehen in den Gemeinden, in den Vereinen, in unserer Kirche, in unserer Gesellschaft, auch in Familien ...
„Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes“, (Lk 9,62)
- sagt uns Jesus im Evangelium.
Jesus macht Mut, nach vorne zu schauen. Sein Blick richtet sich auf das Reich Gottes. Darauf lenkt er unseren Blick: Gottes Reich - Orte,
Augenblicke, Begegnungen, an und in denen es Raum für Lebendig sein, Freiheit und Verantwortung gibt. „Anhänger des neuen Weges“ -
so ist die erste Bezeichnung für die Christen in der Apostelgeschichte. Christen sind Menschen auf dem Weg - mit Blick auf das Reich Gottes.
Sie leben aus der Haltung, dass Gottes Reich in unserer Mitte anbricht, wo Menschen sich füreinander öffnen und Räume des Lebens, der
Gerechtigkeit und des Friedens entstehen. 
„Planen und bauen, Neuland begehn, füreinander glauben und sich verstehn, leben für viele, Brot sein und Wein, so spricht Gott sein Ja, so stirbt unser Nein.“ GL 457,3
Albin Krämer
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